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Das Wanderrudertreffen 2020 sollte in Saarbrücken stattfinden. Rainer Engelmann hat dazu eine Vorfahrt mit dem Kirchboot ausgeschrieben. Da diese sehr schnell belegt war, hat er auch eine Nachfahrt organisiert, an der ich teilnehmen durfte.

Die Truppe setzte sich aus Ruderern aus ganz Deutschland zusammen: von Bayern bis Bremen war alles an Bord.

Der Saar-Kohle-Kanal wurde vor 170 Jahren gebaut um Kohle vom Saarland nach Frankreich zu schippern. Heute wird er nur noch touristisch genutzt. In 30 Schleusen überwindet er die 130 Höhenmeter bis zum Rhein-Marnekanal, der seinerseits bis Straßburg mit 2 Tunnels, einem Schrägaufzug und 30 Schleusen bis Straßburg aufwartet.

Während der Saarkanal in nordsüdlicher Richtung durch das Naturschutzgebiet der Vogesen führt, verläuft der Rhein-Marne-Kanal in ostwestlicher Richtung. Da in den Kanälen nicht mit Hochwasser zu rechnen ist, verläuft die Wasserkante ca.50 cm unter dem Ufer, man hat also immer freie Sicht auf die Umgebung.

Die Wasserfläche in den Tunnels ist so schmal, dass wir nicht rudern konnten, sondern paddeln mussten. Der 1. Tunnel war 500m lang, das schafften wir locker. Der 2. aber über 2000 m lang, das ging ganz schön in die Arme.

Dafür konnten wir uns im Schrägaufzug erholen: 44 Höhenmeter ersetzen 17! Schleusen. In dem Aufzug konnten sogar Frachtschiffe befördert werden, heute sind es nur noch Motorboote, die man vor Ort mieten kann, um einige Tage auf den Kanälen unterwegs zu sein.

Auf eine Stadtdurchfahrt in Straßburg mussten wir wegen Corona verzichten.

Leider wurden alle anderen Wanderfahrten dieses Jahr abgesagt.

Wally