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Landshuter Ruderverein von 1952 e.V.

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Teil 1: von Krakau nach Warschau

Jeder Tag brachte neue Erlebnisse

Krakau ist von Landshut 1000 km entfernt, zwar durchgehend Autobahn, aber trotzdem 10 - 12 Stunden Autofahrt. Deshalb haben uns Werner und ich schon am Freitag auf den Weg gemacht und haben uns Tschenstochau und Krakau angeschaut. Auch die restliche Mannschaft traf im laufe des Tages im Hotel ein. Am Sonntag Vormittag ging es nochmals in die Stadt, das jüdische Viertel stand auf dem Programm. Dann die Fahrt zur Einsatzstelle bei Flusskilometer 120.

1. Tag: Sonntag
Wir riggerten die Boote auf und brachten sie zu Wasser: immer Außenkurve fahren hieß die Dewiese. Zudem gibt es an der Weichsel Fahrrinnenkennzeichnungen, die ich so nicht kannte: gelbe Kreuze am Ufer markieren entweder den Beginn oder das Ende der Fahrrinne. Oder grüne oder Rote Stangen, sogenannte „Priken“ zeigen dir, auf welcher Seite du rudern solltest. Von einem Ufer auf das andere zu wechseln, war immer spannend und die Heckwelle zeigt dir an, wie nahe an einer Sandbank du bist. Steckst du auf einer Sandbank fest, muss der Steuermann schnellstens aussteigen und versuchen, das Boot wieder flott zu machen. Manchmal stand aber auch die ganze Mannschaft im Wasser. Es ist sinnvoll, gleich barfuß zu bleiben.

Rudern auf der Weichsel ist nicht sehr abwechslungsreich, da sich das Ufer selten ändert und Dörfer oder Städte nicht sichtbar sind. Spannend ist das Steuern.
Nach 48 km legten wir nach einer Fähre an und fuhren zum Quartier.

 

2. Tag: Montag
Der Landdienst konnte die Boote nicht erreichen, ein heftiges Gewitter und Regen begleitete uns den ganzen Nachmittag und ein finaler Blitz/Donner machte uns allen bewu0t, wie gefährlich die Aktion war.

 

3. Tag: Dienstag: Stadtbesichtigung Sandomirsk
Es gibt in der Weichsel nicht nur Sandbänke, sondern leider auch Steine durch abgebrochene Buhnen. Solche verursachten einen Bootsschaden an der Münchhausen (Albrechts heiß geliebter Klinkervierer), durch ein Loch und mehrere Risse drang Wasser ins Boot.. Mit Paketklebeband wurde das Boot soweit rudertauglich gemacht, dass die Mannschaft den Treffpunkt zum Picknick erreichte. Dort wurde nochmals geklebt. Das Gepäck übernahmen die anderen Boote. Mit 2 Stunden Verspätung kamen wir am Quartier an, Nur durch Katis Vermittlung konnte das bestellte Essen mit Nudelsuppe als Nachspeise die hungrigen Mägen füllen.

 

4. Tag: Mittwoch
Anwesende Polen machten uns darauf aufmerksam, dass am Kraftwerk aufgrund des neugebauten Rollwehr kein Durchkommen sei. Albrecht und Klaus erkundeten im Boot den Weg: Umtragen der Boote ist notwendig. Nach 2 Stunden mühsamen Schleppens, begleitet von vielen Mücken saßen wir wieder im Boot und schon brach ein Gewitter mit heftigen Regengüssen los: Berechnung eines Gärtners: 20l Regen pro m³ =120l pro Boot

 

5. Tag: Donnerstag (Fronleichnam)
in Kasimirs Dolny steht einig riesige Figur des König Kasimir am Stadtplatz und von einer Aussichtsplattform hat man einen wunderbaren Blick auf die Weichsel.

Abfahrt an der Marina mit zeitaufwendigem Einstieg. An den Uferwänden konnten wir immer wieder Flussschwalben-Kolonien beobachten. Nach 68 km genossen wir das 1. Bier des Tages in einem hübschen Hotel.

 

6. Tag: Freitag
Ab Mittag nur noch kleine Besetzung, deswegen wurde mittags die Münchhausen verladen: einer hatte eine Telefonkonferenz und einige wollten zusätzliche Zeit für Warschau.

 

7. Tag: Samstag
Kurz vor Warschau wird eine neue Autobahnbrücke gebaut: Drei neue Pfeiler entstehen im Fluss. Nach kurzem Erkunden die angenehme Botschaft: Nur treideln, nicht tragen und so kamen wir gegen 17 Uhr beim Warschauer RC bei km 511 an (gleich neben dem Fußballstadion) und bezogen im Novotel Quartier: 31 Stockwerke hoch, in unmittelbarer Nähe zum Kulturpalast. Zum Abendessen in einem urigen Altwarschauer Lokal, waren dann auch schon die „Neulinge“ da.

Von Barbara und Klaus, Petra, Anne, Gisela, Dominik, Kati, Erich und Werner hieß es Abschied nehmen.

 

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Teil 2: von Warschau nach Tczew

1. Tag: Sonntag
Nach dem vormittäglichen Rundgang durch das „alte“ Warschau saßen wir um 12 Uhr in den Booten und nahmen uns die 50 km vor. Lange war noch die Siluette von Warschau zu sehen.

 

2. Tag: Montag
Während wir im Boot noch diskutierten, ob wir noch 5 km oder 10 km rudern müssen, da die angekündigte Brücke nicht ausgemacht werden konnte, rief uns der Landdienst schon ans Ufer und machte der Tagesetappe ein unerwartetes Ende.

Zum 1. Mal auf der Wanderfahrt waren wir schon um 16:30 Uhr im Quartier: nad Wisla, zu Fuß zu erreichen, mit einem wunderschönen Garten

 

3. Tag: Dienstag
Die Weichsel ist auf 12 km angestaut, was bedeutet: keine Strömung, aber auch keine Sandbänke, die zum Quweren zwingen. Schiebewind erleichterte zunächst die Fahrt, blies uns aber auf dem Stausee ganz schön heftig um die Ohren. Auf eine Schleusung wurde verzichtet, statt dessen die Boote verladen.

 

4. Tag: Mittwoch
Die Tagestour wurde verkürzt, da die Einsatzstelle beim Wloclaweker Ruderclub nicht sehr einfach war. Bei heißem Wetter kam die Mannschaft gegen 15 Uhr in Thorn an und konnte den großzügigen Steg des dortigen Wassersportgelände nutzen. Gleich dahinter ist das IBIS-Hotel. Nach einem Spaziergang durch die Stadt hatte Albrecht in einem alten Getreidespeicher ein gutes Restaurant (mit Musik) ausgesucht.

 

5. Tag: Donnerstag
Die Trainingsleute des RC Thorn zwangen uns, ein bisschen flotter abzulegen. Aber schon nach 3 Kilometern befanden unsere Obleute, dass ein Weiterrudern bei dem Gegenwind auf der angepeilten Entfernung gefährlich und unmöglich sein wird. Also kehrten wir um, säuberten die Boote gründlich und luden sie wieder auf den Hänger. Bromberg umfuhren wir, in Chelmno hatten wir genügend Zeit für eine Stadtbesichtigung, die sehr lohnend ist. z.B. gibt es ein Zisterziensinnen Kloster aus dem 12 Jahrhundert in Backsteingotik.

 

6. Tag: Freitag
Einen Teil der ausgelassenen Flußkilometer holten wir heute herein und kamen nicht mit dem Boot,wie geplant , sondern mit dem Auto in Marienburg in einem eleganten Hotel mit eigenem Hubschrauber an.

 

7. Tag: Samstag
Auf der letzten Fahrt sahen wir die Marienburg und unser Hotel vom Fluss aus. Nach 61 Flusskilometern und unzähligen Kreuzungen (auf 10 km mindestens 10 x) kamen  wir in Tczew bei km 908 an und verluden die Boote endgültig.                                                             

Mit Auto, Bus und Bahn kam die Mannschaft in Danzig an und wohnte in der Nähe des Bahnhofs im Hotel Mercur. Beim Spaziergang durch die Stadt kamen wir auch am neu gebauten Museum zum Gedenken an den 2. Weltkrieg vorbei. Am Samstagabend pulsiert das Leben in Danzig, besonders am Hafen ist viel los. In einem der Wahrzeichen von Danzig, dem Krantor, war für uns reserviert. Bevor es zurück zum Hotel ging, streiften wir noch ein bisschen durch die Stadt: Backsteinbauten erinnern an die alte Hansestadt.

Früh am Morgen brachen die Meisten von uns auf: Zug, Bus, Auto und Flieger brachten uns mehr oder weniger schnell nach Hause.

Wally

 

 

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