Jahreshauptversammlung

beim Landshuter Ruderverein

Jochen Schütze bei Jahreshauptversammlung für 50 Jahre Mitgliedschaft geehrt

Bei der kürzlich stattgefundenen Jahreshauptversammlung des Landshuter Rudervereins wurden etliche Mitglieder für ihre jahrelange Treue geehrt. Die entsprechenden Anstecknadeln des Vereins wurden von Stadtrat Ludwig Graf überreicht. Für 10 Jahre Mitgliedschaft wurden geehrt: Alfred Möglinger, Manuel Saska, Alexandra Rainer und Konrad Reis. Für 25 Jahre Mitgliedschaft erhielt die Ehrung Dr. Dorlis Benda. Eine besondere Ehrung erfuhr Jochen Schütze für 50 Jahre Vereinszugehörigkeit. Leider konnte Klaus Gießmann nicht anwesend sein. Er ist bereits seit 60 Jahren Mitglied im Verein. Ebenfalls nicht anwesend waren folgende Jubiläumsmitglieder: 10 Jahre: Karl Ebensperger, Michael Jäschke und Armin Sittenauer. 25 Jahre: Andreas Fischbach, Klaus Michaelis, Agi Fritsch und Betty Scherzer.

Die im Rahmen der Jahreshauptversammlung anwesenden, geehrten Mitglieder mit Vorsitzender Wally Fischbach und Stadtrat Ludwig Graf.

von links: Alfred Möglinger, Moritz Seybold, Konrad Reis, Melanie Harfmann, Florian Peisl, Ludwig Graf, Jochen Schütze, Olaf Klein, Dr. Dorlis Benda, Walburga Fischbach, Manuel Saska, Alexandra Rainer.

 

Die erste Vorsitzende Walburga Fischbach konnte zahlreiche Mitglieder zur Jahreshauptversammlung begrüßen. Sie bat zu Beginn der Versammlung die Mitglieder sich zu einer Gedenkminute für den am 31.12.2013 verstorbenen Ekkehardt Fechner zu erheben. Das langjährige Vereinsmitglied bleibt durch die Teilnahme an vielen Wanderfahrten und als Steuermann im Achter allen in Erinnerung.

Danach gab sie einen Rückblick über das vergangene Jahr. Im Januar wurde bei Hochwasser ein großer Baum an den Steg angeschwemmt. Um Beschädigungen am Steg zu vermeiden wurde dieser von Alfred Möglinger und Christian Müller mit einem Unimog vom Steg weggezogen und zusammen mit Olaf Klein und Thomas Richter am Ufer befestigt, so dass weder das THW noch das Wasserwirtschaftsamt bemüht werden mussten. Nach zwei Wochen war der Baum verschwunden. Im März fand eine Monatsversammlung statt, bei der u. a. die Sanierung der Männerdusche beschlossen wurde. Diese war bis zum Anrudern im April abgeschlossen. Im Mai erhielt der Verein einen neuen Einer, der von Olaf Klein gerudert wird. Er hat sich an den Kosten der Beschaffung großzügig beteiligt. Bei der Regatta in Nürnberg konnten drei Siege errudert werden.

Im Juni traf das Hochwasser mit voller Wucht auch den Ruderverein in Landshut. Das gesamte Vereinsgelände wurde überschwemmt. In der Bootshalle stand das Wasser 20 cm hoch. Auch in das Vereinsheim drang Wasser ein und an den Wänden stieg die Feuchtigkeit bis auf 30 cm hoch. Dadurch entstand überall Schimmel und das Gebäude musste durch eine Spezialfirma ausgetrocknet werden. Fast den ganzen Juli wurde der Estrich belüftet und entwässert. Dabei verbrauchten die Geräte 2080 Kw Strom. Die Duschen und der Kraftraum konnten nicht mehr benutzt werden. Winfried Freyer ging zweimal täglich zum Lüften ins Bootshaus. Ende Juli stand fest, dass der Boden in der Damendusche und die sonstigen Beläge im Erdgeschoss des Gebäudes erneuert werden müssen. An Hand der Kostenvoranschläge von Maler und Fußbodenleger wurde bei der Stadt Landshut ein Antrag auf Hochwasserhilfe gestellt, der im Oktober positiv verbeschieden wurde.

Im August nahm der Ruderverein wieder an der Lampionfahrt auf der großen Isar, anlässlich der Bartlmädult, teil. Der Gourmet-Vierer startete eine Werbeaktion zur Verstärkung des Teams.

Im September begannen die Vorbereitungen zur Regatta. Wegen zu geringer Beteiligung musste sie aber  letztendlich abgesagt werden, Mit insgesamt 24 Schülern des Hans-Leinberger- Gymnasiums und des Hans-Carossa-Gymnasiums wurde im Rahmen der Aktion „Sport nach 1“ wiederum die SAG begonnen. Die Vorsitzende dankte hier folgenden Mitgliedern für die tatkräftige Unterstützung bei der Betreuung der Schüler: Alfred Möglinger, Maria Schmautz, Elfriede Kauffmann, Florian Peisl, Alexandra Rainer, Erhard Eckert und Konrad Reis.

Kurzfristig nahmen im Oktober zwei Boote am Rupertipokal in Waging teil. Ohne große Vorbereitung wurde der zehnte Platz in der Gesamtwertung erreicht. Bis zu einer Teilnahme in diesem Jahr soll vorher kräftig trainiert werden. 

Im Dezember fand zum Abschluss das traditionelle Nikolausrudern mit anschließender Siegesfeier statt.

Die Schatzmeisterin, Eveline Gruber, musste feststellen, dass das Jahr 2013 mit einem Minus in Höhe rund 2.000,- € abgeschlossen wurde. Dafür verantwortlich waren die unvorhergesehenen Ausgaben auf Grund des Hochwassers und der Einnahmeausfall durch die Absage der Regatta. Die Kassenprüfung durch die Kassenprüfer Dr. Dorlis Benda und Jürgen Bogenrieder ergab keinerlei Beanstandungen und so konnte die einstimmige Entlastung der Schatzmeisterin erfolgen. Der neue Etatvorschlag der Schatzmeisterin für das Jahr 2014 fand ebenfalls Zustimmung.

Beide Kassenprüfer wurden wiedergewählt. Da der bisherige Jugendwart, Michael Jäsche sein Amt aus Zeitgründen niedergelegt hat, wurde von der Versammlung Florian Peisl als sein Nachfolger eingesetzt.

Die Vorsitzende erläuterte noch den Zeitplan der Sanierung des Vereinsheims. Danach soll ein Raum nach dem anderen wieder instand gesetzt werden. Zuerst wird der Boden im Kraftraum erneuert, danach die Damendusche saniert. Der Damen- und Herrenumkleideraum folgen dann und bis Ende Mai sollen mit der Erneuerung des Bodens im Gang die Maßnahmen abgeschlossen werden. Sie bat auch um tatkräftige Mithilfe der Mitglieder, z. B. beim Ausräumen der Räume und dem Herausreißen des alten Bodens. Hier kann der Verein durch Eigenleistung Geld sparen.

Neben den Ehrungen für  jahrelange Mitgliedschaft im Verein wurden auch die Kilometermeister des letzten Jahres geehrt. Gesamtkilometermeister wurde Wally Fischbach mit 1.883 km. Bei den Mädchen bis 14 Jahre war dies Katrin Hauser, bei den Juniorinnen Melanie Harfmann, bei den Jungen bis 14 Jahre Moritz Seybold, bei den Junioren Florian Peisl und bei den Männern Olaf Klein.

In diesem Jahr soll am 03. und 04. Mai eine knapp 1.000 Meter lange Regatta auf der Isar vor dem Bootshaus abgehalten werden. Die Stadtwerke versuchen, denn Wasserzufluss so zu regulieren, dass die Strömung nicht allzu heftig wird. Hier haben andere Vereine, wie z. B. Nürnberg mit dem Dutzendteich natürlich gegenüber Landshut einen Vorteil.   

Das Mitglied Sebastian Deubelli fragte nach, ob man nicht eine Regatta publikumswirksam auf Höhe der Grieserwiese abhalten könnte. Thomas Richter ergänzte, dass hier eine Sprintregatta mit 350 Meter Länge ideal wäre. Die Vorsitzende schlug vor, das Ergebnis der diesjährigen Regatta abzuwarten. Eine 1.000 Meter Regatta ist für die Ausscheidungen zum Bundeswettbewerb und zur Bayerischen Meisterschaft wichtig. Daher hoffe man in diesem Jahr wieder auf mehr Beteiligung.

Zum Abschluss bedankte sich Stadtrat Ludwig Graf nochmals für die Einladung. Er war angenehm überrascht über die sachlichen Diskussionen und freundschaftliche Atmosphäre im Landshuter Ruderverein. Dies sei nicht überall so. Zudem bot er noch als Mitglied im Sportsenat des Stadtrates seine Hilfe für eventuelle Probleme im Verein an.

Zum Schluss erinnerte die Vorsitzende noch an den nächsten Termin, das Anrudern am 21. April.

 

Text und Photo:   Christoph Hornung, Pressewart Landshuter Ruderverein