Langlauftrainigslager in Regen

vom 29.12. 2008 - 04.01.2009

Dieses Jahr absolvierten 18 Ruderer aus zehn Vereinen (MRC, LRSC, BRG, DRCI, RGMa, LRV, PRV, RCV, RVE, SRCF) bei Sonnenschein und Eiseskälte das Langlauftrainingslager in Regen im Bayerischen Wald. Wir wohnten wie jedes Jahr im BLSV-Jugenddorf Regen-Raithmühle, wo wir mittlerweile bekannt sind und auch wieder sehr herzlich empfangen wurden. (Trotz unserer Sonderwünsche ab und an...)

Der Wettergott war auf unserer Seite und wir hatten fast jeden Tag Sonnenschein pur. Allerdings mussten wir uns immer dick gegen die Kälte einpacken.

Als Betreuer waren Cheforganisator Andreas Tannert, Jürgen Köhler, Ludwig Möglinger, Valentin Schätzlein und Eva Rathgeb dabei.

Insgesamt wurden 12 Einheiten auf Skiern (ca.100-160Minuten) trainiert. Hinzu kam jeden Abend ein Hallentraining mit unterschiedlichem Umfang und einmal Klettern oder Schwimmen. Sehr erfreulich ist auch, dass wir sehr viele junge Ruderer dabei hatten. 11 Juniorinnen und Junioren B und sogar 2 Kinder. Unsere große Anfängertruppe mit ca. 50% lernte recht schnell die Skatingtechnik und wir konnten schon bald längere Strecken bewältigen.

Wie jedes Jahr wurde viel Wert auf die richtige Langlauftechnik gelegt und auch von allen Teilnehmern gut umgesetzt. Dies zeigte sich sogar dadurch, dass wir Anerkennung vom Biathlon Bundestrainer des B-Kaders erhielten, der im Skistadion Hohenzollern trainerte.

Am letzten Tag stand die Abschlussbelastung an. Sieger bei den Mädchen war Mariam Rembold (MRC), bei den Jungs Thomas Zaiser (RGMa).

Durch die diesmal wieder recht kleine, aber sehr disziplinierte Gruppe, die gute Zusammenarbeit der Betreuer untereinander, aber auch mit den Sportlern konnte in dieser Woche wieder sehr effektiv trainiert werden. Wobei der Spaß natürlich nie zu kurz kam...!

An dieser Stelle möchte ich mich, auch nochmal im Namen der ganzen Gruppe recht herzlich bei unserem Lehrgangsleiter für die Organisation und Durchführung dieses Trainingslagers bedanken und hoffen, dass es nächstes Jahr genauso weitergeführt werden kann. (Vielleicht ja wieder mit mehr Sportlern!)

Die Teilnehmer des Landshuter Rudervereins

Vom Landshuter Ruderverein waren Matthias und Simon Passek, Thomas Pfeiffer, Michael Kolbeck und Ludwig Möglinger mit dabei.

Andreas Fischbach hat die Sportler auch einen Tag in Regen besucht und sich mit geliehenem Material in die Loipe gewagt. Auf Abfahrtsski macht er eine bessere Figur.

Noch ein Teilnehmerbericht zum Langlauftrainingslager

Der nachfolgende Bericht stammt von Lisa Sokolkova (LRSC), Mariam Rembold (MRC), Kathrin Lassak (MRC):

Uns, drei Ruderinnen aus München und Lauingen, sollte der Langlaufsport in diesem Winter das erste Mal unseren langen Rudererwinter versüßen.

Im überfülltem Fiesta sind wir nach Regen angereist. Man merkte dem armen Auto an, dass wir einfach zu schwer und unser Gepäck zu viel war. Trotzdem sind wir heil angekommen.

Danach diskutierten wir erstmal ewig über die Zimmereinteilung der 7 Mädels; die Jungs waren sich nämlich sofort einig! Irgendwann kamen wir zu einem Ergebnis und nach einer kurzen Begrüßung fuhren wir nach Bodenmais um die Skier auszuleihen.

In der Loipe angekommen, probierten wir das Skaten sofort aus, woraufhin es Mariam ganz feste aufs Steißbein haute. Lisa schaffte am vorletzten Tag noch eine schmerzhafte Landung aufs Knie. Ansonsten haben wir die Woche aber alle heil überstanden.

Die Betreuer hetzen uns die ganze Zeit den Anfängerhügel hin und her und versuchten uns das Skaten beizubringen.

Am nächsten Tag konnten wir kaum aus dem Bett raus und haben das Frühstück fast verpennt. Danach tuckerten wir mit 60 PS den Berg hinauf zum Bretterschachten, wo wir wieder den Anfängerhügel rauf und runter fuhren. Total geschockt erfuhren wir, dass wir den GANZEN Berg hochfahren sollen. Die Berge sahen am Anfang unüberwindbar aus, später tapsten wir sie irgendwie hoch und als Sahnehäubchen durften wir das ganze nochmal fahren. Natürlich war das nicht genug aus Sicht der Trainer und wir fuhren kurze Zeit nach dem Mittagessen zu einer Loipe, die unserem Geschmack nicht so ganz entsprach. Eisig, eisig, eisig...

Da das Essen im BLSV-Jugenddorf jedoch gut war, wurden wir wenigstens ein bisschen getröstet.

Da man uns wahrscheinlich ansah, dass wir noch keine Profis waren, ging es am nächsten Tag zum Skistadion um die Technik zu üben. Natürlich konnte man dort die Chinesen auffinden die auf wichtige Worldcups trainierten.

Das gelernte Wissen am Vormittag versuchten wir am Nachmittag am Bretterschachten umzusetzen. Die nächsten Tage verbrachten wir entweder im Stadion, oder auf dem Bretterschachten.

Nicht zu vergessen ist, dass wir jeden Abend von Eva, Ludwig und Vale zum Hallentraining verdonnert wurden, wo Vale uns die letzte Kraft durch seine Rumpfgymnastik nahm. Natürlich gab es auch Spiele und Dehnübungen. Als letze Übung führte Ludwig seinen Vorsatz für das neue Jahr, einen Spagat zu können, um und quälte damit auch die Ruderer.

Als die Sache mit der körperlichen Anstrengung abends um ca. 20.30 Uhr abgeschlossen war, setzte man sich zum Spielen, Glotzen oder Reden zusammen.

Am Mittwoch. Silvester, gab es nur eine Langlaufeinheit am Vormittag. Nachmittags gingen alle Jungs zum Schwimmen und wir Mädls trauten uns die steile Kletterwand im Bogen einer Brücke hoch. Vale ging gleich ran, und schwebte wie Tarzan durch die Lüfte. Natürlich sicherte uns Gufz. Wenn man gerade nicht dran war, wärmte man sich an einer Tonne mit Feuer und trank Tee. Abends spielten wir Risiko und es war sehr amüsant. Das neue Jahr wurde dann mit vielen Böllern und Raketen gefeiert. Die Jungs versuchten Böller in den Fluss zu werfen, was kläglich misslang. Mariam und Kathrin hatten das ganze Trainingslager mit Raketen und Böllern versorgt. Das Feuerwerk war phantastisch. Die Partie Risiko wurde dann im neuen Jahr lustig beendet.

Danach gingen alle ins Bett. Wir blieben aber bis halb fünf auf und das Tollste war wir durften an Neujahr ausschlafen.

Nachdem wir genussvoll gebruncht hatten, mussten wir extra lang Langlaufen (über 2 Stunden). Dabei entdeckten wir schöne Strecken und die Abfahrten waren sehr wohltuend.

Als Fazit kann man sagen:

  • gutes Wetter
  • gutes Essen
  • nette Leute
  • HAT SPASS GEMACHT!!!!

Nächstes Jahr gerne wieder!

 

 

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